Welche Sprachen? Welche Dolmetschart?

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Wie hätten Sie‘s denn gern? Simultan, konsekutiv oder ganz anders? Und in welchen Sprachen?

Wer die Sprachwahl hat, hat die Qual.Parlamentspräsidenten-Konferenz europäischer Kleinstaaten in Andorra, 26. September 2014. Foto: Eduard Comellas

Endlich steht Ihr Tagungsprogramm, und Sie haben hervorragende Redner für Ihr Event gebucht. Umso wichtiger ist, dass diese ihre Gedanken mit voller Überzeugungskraft vermitteln können. Dies gelingt ihnen am besten in ihrer Muttersprache. Der britische Autor und Journalist Simon Kuper warnt in diesem Video davor, nicht muttersprachliche Referenten auf Globish (Kurzform für Globales Englisch) vortragen zu lassen. Calliope-Mitglied Martine Bonadona nennt diese Kunstsprache Non-glish, weil sie oft zu Missverständnissen oder gar schwerwiegenden Kommunikationsproblemen führen kann. Gehen Sie bei Ihrem mehrsprachigen Event kein Risiko ein. Wenn Sie sicherstellen wollen, dass sich Ihre Referenten wirkungsvoll und überzeugend verständigen können, lassen Sie sie ihre Muttersprache sprechen.

Ebenso wichtig ist natürlich, dass die Zuhörer das Gesprochene in einer ihnen vertrauten Sprache mitverfolgen können. Nur so können sie die Referate voll und ganz verstehen und wirklich von Ihrem Event profitieren. Viele Konferenzteilnehmer verstehen mindestens eine der gängigsten Fremdsprachen, selbst wenn sie nicht in der Lage wären, sich in dieser Sprache auszudrücken. Wenn Sie nicht wissen, welche Sprachen die Teilnehmer Ihrer Konferenz verstehen, stellen Sie diese Frage auf dem Anmeldeformular, damit Sie festlegen können, in welche Sprachen Sie die Tagung dolmetschen lassen.

Dolmetschen, ja gerne – aber wie?

Wussten Sie, dass es mindestens fünf verschiedene Dolmetscharten gibt? Am häufigsten kommt bei Tagungen, Konferenzen und Kongressen das Simultandolmetschen zum Einsatz. An zweiter Stelle steht das Konsekutivdolmetschen. Mehr darüber finden Sie uns auf unserer Seite Dolmetscharten.

Asymmetrisches Dolmetschen – was ist das denn?

Das asymmetrische Dolmetschen wird vor allem in mehrsprachigen Institutionen wie dem Europäischen Parlament verwendet. Die Europaparlamentarier dürfen in ihrer Sprache das Wort ergreifen, auch wenn sie die Debatten in einer anderen, weiter verbreiteten Sprache verfolgen müssen. Auch für Ihre Tagung kann das eine Lösung sein.

Das asymmetrische Dolmetschen eignet sich besonders bei Raumknappheit und beschränktem Budget. Für diese Variante sind weniger Dolmetscherkabinen und Dolmetscher nötig, aber trotzdem können die Teilnehmer die Verdolmetschung in einer gängigen Fremdsprache verfolgen. Es ist auch eine diplomatische Lösung, wenn eine Sprache keine offizielle Konferenzsprache ist, aber einige Teilnehmer oder Referenten (zum Beispiel lokale Behördenvertreter) doch die Möglichkeit haben sollen, sich in ihrer Muttersprache auszudrücken. So kann man beispielsweise für die Eröffnung einer Tagung Beträge in einer lokalen Sprache zulassen, ohne dass für diese Sonderleistung zusätzliche Kosten anfallen.

Da sich die gewählte Dolmetschart auf den Kommunikationsfluss bei Ihrem Event auswirkt, will diese Entscheidung reiflich überlegt sein. Am besten lassen Sie sich dabei von Experten beraten. Reden Sie mit uns, damit wir Ihren Sprachenbedarf erkennen und Ihnen eine optimale Lösung anbieten können. Benutzen Sie unser Kontaktformular, wir melden uns innerhalb von 24 Stunden bei Ihnen.

Dieser Artikel ist Schritt 4 unseres Blogs Sieben Schritte zum Erfolg – so gelingt die Kommunikation auf internationaler Ebene!

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