Tipps für Redner bei mehrsprachigen Konferenzen

 | Beste Praktiken

Helfen Sie den Rednern Ihrer mehrsprachigen Tagung mit wertvollen Tipps und Ratschlägen von Experten: den Dolmetschern.

In Schritt 6 unseres Blogs Sieben Schritte zum Erfolg – so gelingt die Kommunikation auf internationaler Ebene! dreht sich alles um die Frage, wie sich Redner optimal darauf vorbereiten können, zu einem mehrsprachigen Teilnehmerkreis zu sprechen. Dabei ist zu beachten, dass ihre Referate unter Umständen von Konferenzdolmetschern simultan in andere Sprachen übertragen werden. Konferenzdolmetscher sorgen dafür, dass die Zuhörer verstehen, was der Referent in der Originalsprache sagen will. Die folgenden Tipps und Ratschläge sollen dazu beitragen, dass auch die Konferenzdolmetscher bestmögliche Arbeit leisten können.

Eine Rede ist keine Schreibe

Sicher haben sie auch schon miterlebt, wie „Redner“ ihre Notizen oder ein ganzes Manuskript Wort für Wort heruntergelesen haben. Dieser Vortragsweise geht nicht nur jegliche Spontaneität ab, sie erschwert auch die Aufgabe der Konferenzdolmetscher, die Botschaft des Redners in der Zielsprache inhaltsgetreu wiederzugeben. Halten Sie deshalb Ihre Redner – wenn immer möglich – davon ab, Referate abzulesen. Ermutigen Sie sie, frei vorzutragen.

Redner, die ihr Publikum direkt ansprechen, wecken nicht nur das Interesse ihrer Zuhörer. Sie helfen auch den Dolmetschern, eine optimale Leistung zu erbringen. Denn Kommunikation spielt sich nicht nur auf der verbalen Ebene ab. Der Gesichtsausdruck der Redner, ihre Gesten, ihre ganze Körpersprache tragen dazu bei, dass Zuhörer und Dolmetscher die Intentionen der Redner voll und ganz verstehen. Und genau diese nonverbale Kommunikation geht weitgehend verloren, wenn Redner Wort für Wort von ihrem Manuskript ablesen.

Die Unterlagen zur Vorbereitung: das A und O für Ihre Konferenzdolmetscher

Im zweiten Schritt dieser Blog-Serie haben wir Ihnen erklärt, wie wichtig es ist, dass Dolmetscher freie Sicht haben, um eine gute Leistung zu erbringen. Das Dolmetschen wird enorm schwierig, wenn die Dolmetscher aus ihrer Kabine keinen freien Blick auf die Leinwand mit den Präsentationen haben, die sie oft noch nie (oder erst kurz zuvor erstmals) gesehen haben. Dies trifft vor allem zu, wenn Zahlen, Daten und Fachbegriffe gezeigt werden.

Bitten Sie deshalb Ihre Referenten, Ihnen ihre Manuskripte, Fachvorträge und Präsentationen (PPT und PDF) so früh wie möglich zukommen zu lassen. Leiten Sie sie bitte umgehend an die Dolmetscher weiter, damit diese sich gründlich und ohne Zeitdruck vorbereiten können.

Tipps für Redner – das VideoGute Redner sprechen nicht zu schnell, machen ab und zu eine Pause, artikulieren gut und verzichten auf Jargon.

Wer schon einmal vor einem großen Publikum gesprochen hat, weiß, dass man dabei ganz schön nervös werden kann. Und wer nervös ist, spricht in der Regel schneller als normal. Erinnern Sie deshalb Ihre Referenten daran, nicht schnell zu sprechen, regelmäßig zu pausieren und gut zu artikulieren. Damit helfen sie den Dolmetschern, das Original inhaltsgetreu zu übersetzen, damit alle Teilnehmer im Publikum – egal, woher sie kommen – das Gesagte voll und ganz verstehen.

Neben Tempo und Diktion sollten Redner darauf achten, dass Jargon und Abkürzungen in anderen Sprachen nicht immer ohne weiteres verständlich sind. Und wenn Redner nicht auf Abkürzungen verzichten können, sollten sie sie zumindest erläutern.

Unser kurzes Video enthält eine Fülle von Tipps für Redner bei mehrsprachigen Konferenzen. Schauen Sie es sich an und zeigen Sie es ihren Referenten, z.B. im Briefing-Raum.

Und auf unserer Seite mit den Publikationen für Konferenzveranstalter und Redner finden Sie neben dem Video auch eine Checkliste für Redner.

Vielen Dank, dass Sie das sechste Kapitel unserer Blog-Serie Sieben Schritte zum Erfolg – so gelingt die Kommunikation auf internationaler Ebene! - gelesen haben.

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